10 – Ohniště

Niedere Tatra

Diese Tour beschreibt einen der schönsten Rundwanderwege in der Region mit zwei TOP-Sehenswürdigkeiten zu einem kraftvollen, aber unaufdringlichen Ort. Nach einem mühsamen Aufstieg über einen selten gelaufenen Wanderweg erreichen wir die 80 m tiefe Große Eislücke. Je nach Jahreszeit, Niederschlagsmenge und den vorherrschenden Temperaturbedingungen befindet sich am Grund der Höhle ein bis zu 10 m hoher Eiskegel. Diesen kann man jedoch leider nicht in der Dunkelheit der Höhle ausmachen. Es folgt der spektakulärste Abschnitt der Wanderung: Ein schmaler Pfad führt durch grasbewachsene und steile Berghänge unterhalb eines mächtigen Kalksteinfelsbandes. Zugleich folgt die nächste TOP-Sehenswürdigkeit, der 10 m hohe Felsspalt Okno Ohniste, der größte seiner Art in der Slowakei. Zurück geht es auf einem aussichtsreichen Höhenweg, der parallel zum Hauptkamm der Niederen Tatra verläuft. Der 2043 m hohe Ďumbier und der 2025 m hohe Štiavnica befinden sich zum Greifen nahe.
Zeit 04:15 Std.
Strecke 14,7 km
Aufstieg 960 m
Abstieg 960 m
Kondition 3
Technik 3
Erlebnis 4
Landschaft 5
Schwierigkeit Rot
Parkmöglichkeiten Parkmöglichkeiten vorhanden

Charakter

Charakter: Nur im Gipfelbereich zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr. Daher werden benötigt: gute Trittsicherheit und durchschnittliches Orientierungsvermögen. Art des Weges: 10 % Forstweg und 90 % Pfad. Zusatzausrüstung: Keine. Einkehr: Keine. Beste Wanderzeit: Mai bis Oktober.

Start

Der Start liegt 11 km von der nächstgrößeren Stadt Liptovský Hrádok entfernt. Man fährt zunächst auf den Bundesstraßen 18 und 72 Richtung Malužiná. Hinter einer neu erbauten, blauen Brücke biegt man rechts in die Stichstraße ab und fährt bis zu dem Verkehrszeichen "Verbot der Einfahrt für Unberechtigte". Rechts oder links am Seitenstreifen kann man das Auto parken. GPS: 48.984233 19.757000. Öffentliche Verkehrsmittel: Der Bus fährt bis zum 1,2 km entfernten Dorf Malužiná.

Wegpunkt 1

Vom 01 Parkplatz (793 m) gehen wir ca. 85 m auf der Stichstraße taleinwärts, um dann halb rechts über eine Brücke auf eine Piste zu gelangen. Auf Höhe eines Hochstands endet die Piste und wir gehen auf einer Fahrspur, nun über Wiesen, bergauf. Links unterhalb im Tal sehen wir die Förderanlagen eines Bergwerks. Es folgt ein steiler Aufstieg über weitere Wiesen. Der selten gegangene Pfad ist nur schwer auszumachen. Dort, wo der Pfad in eine Piste mündet, gehen wir links bergauf. Hinter einer Senke ist der Weg nicht einfach zu erkennen: Wir gehen links und danach durch eine lang gezogene Rechtskehre – man hat zunächst den Eindruck, dass der Weg endet, bevor man dann den weiterführenden Pfad sieht.

Wegpunkt 2

Bei der nachfolgenden Einsattelung haben wir freien Blick auf die Hohe Tatra im Norden und die Niedere Tatra im Süden. Über Wiesen erreichen wir eine Hütte und eine dahinter liegende Schotterpiste, der wir halb rechts bergauf folgen. Eine scharf rechts abzweigende Piste lassen wir aus. Nach einem kurzen Stück bergab erreichen wir einen rechten 02 Abzweiger (1188 m). Unser Pfad ist grün markiert und führt steil bergauf. Durch den lichten Wald sieht man streckenweise, links oberhalb, die felsigen Spitzen des Berges Ohniště. Sobald wir das erste ebene Wegstück auf einer Lichtung erreicht haben, gehen wir an dieser Schlüsselstelle halb links und weglos bis an den Waldrand. Dort findet man den schmalen weiterführenden Pfad. Auf dem gesamten Teilstück bis zum nachfolgenden Hauptweg benötigt man gute Pfadfinderqualitäten, um den Weg zu finden.

Wegpunkt 3

Hinter einem Felsen und der nachfolgenden Weggabelung gehen wir links bergab und erreichen die 80 m tiefe 03 Große Eislücke (1551 m). Wir steigen nun steil auf dem weiterführenden Weg ab und passieren noch einen weiteren Zugang zur Eislücke. Hinweis: Wir befinden uns in einem Naturschutzgebiet und dürfen uns nicht außerhalb der Wanderwege bewegen!

Wegpunkt 4

Nach einem kurzen Stück könnte man rechts durch eine Rinne im Felsband aufsteigen – unser Rückweg, wir gehen noch geradeaus weiter. An einem sehr felsigen und steilen Abschnitt nehmen wir die Hände zu Hilfe und erreichen das ca. 10 m hohe 04 Felsentor bei Ohniště (1471 m). Von einem vorgelagerten Aussichtspunkt sieht man in südwestlicher Richtung den höchsten Berg der Niederen Tatra, den 2043 m hohen Ďumbier, und links daneben den 2025 m hohen Štiavnica. Wir gehen zunächst auf dem gleichen Weg zurück, um dann bei der bereits erwähnten Rinne links durch das Felsband aufzusteigen. Dieser Pfad führt nun auf dem felsigen Bergrücken über den Gipfel des 1538 m hohen Ohniště.

Wegpunkt 5

Einen links bergab führenden Abzweiger ignorieren wir. Wer sich noch an die Schlüsselstelle vom Hinweg erinnert, kann rechts in den Wald einbiegen. Wer diese nicht findet, geht einfach auf dem weiterführenden Pfad – so wie im aufgezeichneten GPS-Track – weiter. Man gelangt so automatisch auf den Hinweg, steigt bis zum 02 Abzweiger (1188 m) ab und geht dort rechts bis zum 05 Svidovské sedlo (1133 m). Dort folgen wir dem gelben Wegweiser, es geht über grasbewachsene Wiesen. Bei einer Tränke führt der Weg halb rechts bergab und mündet schließlich in einen breiteren Pfad, der entlang eines Bachlaufes verläuft. Auf der nachfolgenden Schotterpiste queren wir das Bachbett nach rechts, um dann links bergab auf der asphaltierten Straße zu marschieren. Es ist erlaubt, auf der Straße an den Förderanlagen des Bergwerks vorbei bis zum Ausgangspunkt zu gehen.